Newsletter

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und hier finden Sie die Newsletter als PDF.

Newsletter 2/2016

Liebe Leserin, lieber Leser,
liebe Freunde der Castringius Stiftung,

CSundFE 250wie jede Stiftung erhalten wir mehr Förderanträge, als wir Mittel vergeben können. Wie wählen wir aus? Welche Kriterien legen wir zugrunde? Wir werden uns – wie viele andere Stiftungen auch – immer stärker an Wirkungskriterien orientieren. Das ist einer der Gründe, warum wir Wirkung beim nächsten Kongress Kinder.Stiften.Zukunft. München in den Mittelpunkt stellen. So können sowohl Stiftungen als auch antragstellende Organisationen fundiertes Know-how aufbauen und dazu ins Gespräch kommen..

Gießkanne oder Förderstrategie?

Doch Wirkung kann nie alleiniges Entscheidungskriterium sein. Wer Fördermittel vergibt, muss sich auch weiterhin mit Fragen wie den folgenden auseinandersetzen:

  • Fördern wir vor allem neue, innovative Projekte oder auch bewährte, die seit Jahren erfolgreiche Arbeit leisten?
  • Dürfen Projekte vor Beginn der Förderung starten?
  • Fördern wir nur Sachkosten oder auch Personalkosten oder gar den Overhead?
  • Wie hoch darf unser prozentualer Anteil an den Gesamtkosten sein – und damit die Abhängigkeit von unserer
    Förderung?
  • Welche Minimal- oder Maximalsummen vergeben wir? Konzentrieren wir uns auf wenige Projekte mit hohem Förderbedarf oder fördern wir auch mit kleinen Beträgen?
  • Wenn wir über mehrere Jahre fördern, muss dann jedes Jahr ein neuer Antrag gestellt werden oder treffen wir Vereinbarungen über mehrere Jahre?
  • Wie lange fördern wir? Wann steigen wir wieder aus?
  • Und last but not least: Wie gestalten wir das Ende einer langjährigen Unterstützung?

Auf keine dieser Fragen gibt es eine allgemeingültige Antwort. Jede Stiftung muss den für sie richtigen Weg finden. Das gelingt am besten, wenn man mit Blick auf die eigenen Förderkriterien den Austausch mit anderen Stiftungen sucht und den Dialog mit Antragstellern, um deren Bedarf kennenzulernen, kritisch zu diskutieren und nach Möglichkeit gemeinsam eine gute Lösung zu finden.

 Förderpolitik gestaltet Gesellschaft

Stiftungsarbeit ist mehr als das Verteilen von Geldern. Förderpolitik leistet auch einen immer wichtiger werdenden Beitrag zu Gestaltung der Gesellschaft. Wir von der Castringius Kinder & Jugend Stiftung wollen mit unserer Förderstrategie und unseren Vernetzungsaktivitäten die Bildungs- und Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen verbessern.

Es gibt eine Vielfalt von Projekten, die ganz unterschiedliche Wege beschreiten, um dieses Ziel ebenfalls zu erreichen. Mit unserer Förderstrategie bilden wir diese Vielfalt nach. So ist unsere Förderung mal Teil eines vielfältigen Fundraising-Mix, mal sind wir der wesentliche Unterstützer, mal bleiben wir über Jahre dabei, mal bleibt es bei einem einmaligen Engagement.

Übrigens: Mit den Organisationen, die wir Ihnen in diesem Newsletter vorstellen, verbindet uns eine längere Zusammenarbeit und wir haben dort die unterschiedlichsten Projekte gefördert.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Christa Castringius & Frank Enzmann

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fördern.

Musik kommt zu den Menschen

live musik now 1Yelive musik now 2hudi Menuhin Live Music Now bringt Musik zu Menschen, die nicht zur Musik kommen können, etwa in Altenheime, Krankenhäuser und Unterkünfte für Flüchtlinge sowie in Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. Das Ensemble und die Stücke werden stets passend zum Publikum und den räumlichen Gegebenheiten ausgewählt.

An all diesen Orten sind die Musiker nicht nur gern gesehene, sondern regelmäßige Gäste, denn die Konzerte basieren oft auf einer engen und langjährigen Kooperation. Sowohl für die jungen Musiker als auch für ihre Zuhörer bergen die Auftritte stets bewegende und bereichernde Momente, die in Erinnerung bleiben. Die Kinder und Jugendlichen erleben, wie viel Freude, Kraft und Trost Musik spenden kann; die jungen Künstler gewinnen nicht nur wertvolle Bühnenerfahrung, sondern erweitern ihren Erfahrungshorizont und entdecken, was sie mit ihrer Musik außerhalb klassischer Konzertsälen bewirken können.

Mit der Unterstützung von Yehudi Menuhin Live Music fördert die Stiftung gleichzeitig junge Musikerinnen und Musiker wie auch die musische Bildung von Kindern und Jugendlichen.

www.livemusicnow-muenchen.de


Perspektiven statt Obdachlosigkeit

horizonte 250

Im Horizont-Haus leben wohnungslose Mütter mit ihren Kindern, im Durchschnitt sind dies 26 Frauen und 50 Kinder aller Altersstufen und Kulturen. Sie können bis zu 18 Monaten bleiben und werden in dieser Zeit intensiv von einem interdisziplinären Team unterstützt.

Ziel ist es, das Selbstwertgefühl der Frauen und Kinder zu stärken, gemeinsam neue Lebensperspektiven zu entwickeln und die notwendige Stabilität für ein selbstständiges Leben in einer eigenen Wohnung. Ein erster Schritt dazu ist bereits die Wohnsituation im Haus, denn die kleinen Familien leben jeweils in Appartements mit Küche und Bad.

Bei der Betreuung der Kinder liegt ein Schwerpunkt auf der schulischen Bildung. Dank einer intensiven Nachmittagsbetreuung durch ehrenamtliche Helfer können sich die Kinder konzentriert ihren Hausaufgaben widmen und erhalten Hilfe, wo immer sie sie brauchen. So gelingt es meist allen Kindern, ihre schulischen Leistungen zu verbessern. Freizeitangebote außer Haus machen nicht nur Spaß, sie erweitern auch den Aktionsradius der Kinder und fördern ihre Selbstständigkeit und ihr Selbstvertrauen.

Abgerundet wird das Betreuungsangebot durch eine gute Vernetzung zu unterschiedlichsten Einrichtungen, etwa zur Schulsozialarbeit, zu Allgemein- und Fachärzten, zu Psychologen, Dolmetschern und sonstigen Fachdiensten.

www.horizont-ev.org

Die Familien ergänzen

Eine vollwertige, warme Mahlzeit, Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfe sowie vielfältige Freizeitangebote mit pädagogischer Betreuung. Was so selbstverständlich klingt, ist für die rund 100 Kinder und Jugendlichen, die täglich die Arche in München-Moosach besuchen, etwas ganz Besonderes, etwas, das sie von zu Hause meist nicht kennen.

Das Mittagessen gibt dem Tag Struktur und Energie für den Nachmittag, die Betreuung bei den Hausaufgaben und individuelle Nachhilfe machen den Schulalltag leichter und fördern den schulischen Erfolg – in Noten messbar – und vertrauensvolle Beziehungen zu den Betreuern und zu anderen Kindern stärken die Persönlichkeit der jungen Menschen. So schafft die Arche ein ideales Umfeld für Kinder und Jugendliche und verbessert damit deren Lebens- und Zukunftschancen.

Die Arche versteht sich als Familienergänzung und erlebt immer wieder, wie sehr es Kindern zugute kommt, wenn sich auch zu Hause etwas verändert. Daher gehen die Mitarbeiter aktiv auf die Eltern zu und unterstützen sie bei ihrer Erziehungsarbeit.

www.kinderprojekt-arche.eu


vermitteln.

Dialog Crowdfounding

Der Münchner Stiftungs- und Kulturtreff ist ein von seinen Gästen geschätztes Veranstaltungsformat, das Wissensvermittlung, Kultur und Netzwerken elegant verbindet. Seit Juni 2016 wird der Treff um ein sogenanntes Dialogformat am Vormittag ergänzt. Im Mittelpunkt stehen hier Vorträge renommierter Experten zu für Stiftungen hochaktuellen Themen. Aber hier wie dort haben die Gäste reichlich Zeit, sich über den thematischen Input auszutauschen, können mit den Referenten ins Gespräch kommen und Kontakte knüpfen oder vertiefen. Derzeit sind vier Termine jährlich geplant.

Die Auftaktveranstaltung stand ganz im Zeichen von Crowdfunding und der Frage, ob und wie Förderstiftungen dieses Finanzierungsmodell nutzen können. Nach einer Einführung und Begriffsklärung durch Werte aktiv beraten (WAB!) erfuhren die Teilnehmer, wie Crowdfunding in der Praxis funktioniert und welche Erfolgsfaktoren wesentlich sind. Bei der Präsentation der lokalen Plattform place2help wurde es noch konkreter: Wie läuft eine Crowdfunding-Kampagne ab? Welchen Aufwand erfordern die Arbeitsschritte? Wie baut man eine Community auf?

Durch den Vormittag führte Dr. Michael Gebert, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Crowdsourcing Verbands. Er ergänzte insbesondere den Aspekt des Crowdsourcings und führte aus, wie man mithilfe der Crowd im Rahmen der Kampagne sein Projekt auch verbessern kann. Das Internet ermögliche nicht nur wirtschaftliche, sondern auch soziale Transaktionen von Usern untereinander.

Die Teilnehmer nutzten reichlich die Gelegenheit, den Referenten Fragen zu stellen, und so gab es sowohl während der Vorträge als auch in den Pausen lebhafte Diskussionen. Ein Teilnehmer fasste den Vormittag so zusammen: „Das war eine gute Einführung und ich nehme viele Anregungen mit nach Hause.“

Initiatoren sowohl des Kultur- und Stiftungstreffs als auch des neuen Dialogformats sind die Castringius Kinder & Jugend Stiftung und die Otto Eckart Stiftung, Gastgeber ist SoNet – Soziales Netzwerk München e.V.

www.werte-aktiv.de
www.place2help.org/muenchen
www.crowdsourcingverband.de

Die Präsentationen der Vorträge finden Sie unter: www.sonet-muenchen.de


vernetzen.

Rückblick: openTransfer CAMP Refugees

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Rund 170 in der Flüchtlingshilfe Engagierte trafen sich Ende April beim openTransfer CAMP Refugees in München. Sie teilten Wissen und Erfahrungen, lernten neue Methoden und Tools kennen und verabredeten neue Projekte. Sie zeigten, wie Wissenstransfer ohne feste Agenda und lange Vorträge funktioniert.

Aus den Reihen der Teilnehmer wurden 24 Sessions angeboten. Die Bandbreite war beeindruckend: Es waren Social Start-ups dabei, Wohlfahrtsverbände, Koordinatoren aus den Landkreisen, etablierte Vereine, kleine Initiativen und One-Man-Projekte. Sie stellten ihre Projekte rund um berufliche Integration und computergestützten Spracherwerb, Online-Tauschbörsen und die Begleitung von Flüchtlingen bis hin zu Self-Empowerment und interkulturellen Sportangeboten vor.

Die Dokumentation des Camps finden Sie unter www.opentransfer.de/event/otc16-refugees-muenchen

Ein E-Book zum Thema „Gutes einfach verbreiten – Flüchtlingsinitiativen“ ist in Vorbereitung.

SoNet – Soziales Netzwerk München e.V. war einer der Unterstützer dieser Veranstaltung.

 


Patenschaften für Ü-Klassen

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Der Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverband (MLLV) und BiNet - Bildungsnetzwerk München haben gemeinsam das Projekt „Patenschaften für Übergangsklassen“ ins Leben gerufen.

An den Münchner Grund- und Mittelschulen gibt es derzeit 110 Ü-Klassen; in diesen Klassen werden insbesondere geflüchtete Kinder unterrichtet. Bei ausreichenden Sprachkenntnissen können sie in eine Regelklasse wechseln, die ihrem Wissens- und Entwicklungsstand entspricht.

Lehrinnen und Lehrer dieser Ü-Klassen wünschen sich seit Langem bessere Ressourcen, um den Unterricht vielfältiger und besser auf die Kinder abgestimmt gestalten zu können oder sie auf Exkursionen mit ihrem neuen Lebensumfeld vertraut zu machen.

So bräuchte beispielweise die Lehrerin einer Grundschule Wörterbücher in verschiedenen Sprachen, Unterstützung bei außerschulischen Aktivitäten und der Finanzierung sogenannter landeskundlicher Aktivitäten wie Plätzchen backen, eine Faschingsfeier gestalten oder Ostereier färben. Der Regeletat reicht dafür nicht aus. Auf ihrer Wunschliste stehen aber auch ehrenamtliche Lernhelfer, da viele Kinder dringend zusätzliche Hilfe benötigen.

Eine erste Patenschaft wurde im Rahmen von BiNet – Bildungsnetzwerk München bereits übernommen. Aktuell finden weitere Gespräche statt; auch die Castringius Kinder & Jugend Stiftung wird eine Patenschaft übernehmen. Wenn Sie ebenfalls Interesse an einer Patenschaft haben, informieren wir Sie gerne.

Rufen Sie uns an oder wenden Sie sich direkt an den Münchner Lehrer- und Lehrerinnenverband (MLLV), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 089 721001-808


Termine

Kongress Kinder.Stiften.Zukunft. München 2016

Donnerstag, 27. Oktober 2015

Schwerpunkt des Kongresses 2016 ist „Wirkung“. Wir greifen damit ein aktuelles Thema auf, denn immer mehr Förderer – von Kommunen über Stiftungen bis hin zu Fördervereinen – stellen die Frage nach der Wirksamkeit der von ihnen unterstützten Projekte.

www.kinderstiftenzukunft-muenchen.de

Kinder- und Jugendfestival „JuKi – Da will ich hin!“

Sonntag, 16. Oktober 2016 | 11:00–17:00 Uhr

Neues Werksviertel direkt am Münchner Ostbahnhof (ehemaliges Pfanni-Gelände) Sollten Sie weitere Informationen benötigen bzw. als Unterstützer oder Mitmacher dabei sein wollen, wenden Sie sich bitte an: Martin Schütz, Stiftung Otto Eckart, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.juki-festival.de

Expertencheck-Sprechstunden 2016

Folgende Termine sind geplant:
29. September 2016 | 24. November 2016

Wie immer gilt: Die Einladung mit Angabe der Themen und Experten wird jeweils rechtzeitig vor dem Termin verschickt. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich. Wir nehmen Sie gerne in unseren Verteiler auf. Bitte informieren Sie uns per Mail unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!