Eine Note besser!

Wie bereits mehrfach berichtet, ist dieses Projekt für die Castringius Kinder & Jugend Stiftung München etwas ganz Besonderes: „Eine Note besser!“ wurde von Frank Enzmann, dem Vorstand der Stiftung, angeregt und gemeinsam und mit bewährten Partnern wie der Stiftung Gesellschaft macht Schule konzipiert und auf den Weg gebracht. So entstand ein ganzheitliches Förderprogramm, das Grundschüler über die gesamte Grundschulzeit begleitet. „Eine Note besser!“ will eine Basis schaffen, mit deren Hilfe es den Schülerinnen und Schülern gelingt, die Schullaufbahn mit einem Abschluss zu beenden und so die notwendigen Voraussetzungen für eine Ausbildung zu erwerben, für lebenslanges Lernen und für gesellschaftliche Teilhabe.

Seit Herbst 2015 läuft ein erster Modellversuch an einer Grundschule in München-Giesing. Die konkrete Ausgestaltung des Konzepts erfolgt in enger Abstimmung mit den Lehrkräften und orientiert sich am individuellen Bedarf der Kinder. Die ausgewählte Klasse spiegelt nahezu idealtypisch die breite Palette an Fähigkeiten und Kompetenzen wider, mit denen Lehrkräfte in sozial belasteten Gebieten konfrontiert sind.

Um die Wirkung dieses Förderprogramms messen und belegen zu können, wurde in enger Abstimmung mit der Klassenleitung und in Anlehnung an den „Lehrplan plus“ ein Raster entwickelt. Es erfasst die Entwicklungen in den Bereichen:

  • sozial-emotionale Kompetenzen,
  • allgemeines Lern- und Arbeitsverhalten
  • sowie fachspezifische Kompetenzen z.B. in Deutsch und Mathematik.

Ergänzend werden Erhebungen durchgeführt, die auch die Veränderungen im Klassenklima systematisch dokumentieren. So kann sowohl die Entwicklung der Kinder als auch die Wirkung auf den gesamten Klassenverbund wirkungsorientiert dargestellt werden. Ebenso wird eine gezielte Weiterentwicklung und Anpassung des Förderprogramms unterstützt und ein späterer Transfer des Projekts auf andere Schulen oder die Übernahmen durch andere Träger ermöglicht.

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Erfolgreiche Halbzeitbilanz

Anfängliche Bedenken, dass zu viele Bezugspersonen neben den Lehrern bei den Kindern für Verwirrung und Unruhe sorgen könnten, erwiesen sich als unnötig. Genau das Gegenteil war der Fall: Da die Kinder durch das Mehr an Personen auch individuell mehr Aufmerksamkeit erhielten, waren sie entspannter und geduldiger. In der Klasse herrscht auch aus diesem Grund eine außergewöhnlich harmonische und ruhige Arbeitsatmosphäre, Konflikte werden mithilfe des Ich-Du-Wir- Trainings und von individuellem Coaching – beides Bestandteile des Projekts – rasch bearbeitet, die Klassengemeinschaft hat sich gefestigt und es gibt keine Außenseiter.

Bei den Schülerinnen und Schülern haben sich insgesamt sowohl ihre sozial-emotionalen und fachspezifischen Kompetenzen als auch ihr Lern- und Arbeitsverhalten verbessert. Selbst bei Kindern, die zunächst auf ihrem Entwicklungsstand stehengeblieben waren, werden erste positive Auswirkungen sichtbar.

Die Klassenleitung beurteilt das Projekt außerordentlich positiv. Sie empfindet das Programm als wertvolle Unterstützung, die ihren Unterricht und die Betreuung der Klasse erleichtert und verbessert. Auch von Seiten der Eltern gibt es eine große Zufriedenheit mit dem Projekt. Sie berichten, dass ihre Kinder gerne in die Schule gehen, sich mehr zutrauen und sich besser ausdrücken können. Ein Elternpaar beschreibt das so: „Unsere Tochter ist sprachgewandter, interessiert an Neuem, kann sich besser an Regeln halten und ist emotional ausgeglichener.“

Für eine ausführliche Dokumentation der ersten beiden Projektjahre nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.